Seminare?

Der BDFA-Nord veranstaltet in jedem Jahr einige Seminare, zu denen jeweils gesondert eingeladen wird, siehe unter:

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Aktuelles

Vor Jahren noch war es die Umstellung von chemischen Film (S8 oder 16mm) auf Video, die sehr viele Technikschulungen erforderte. Wie wurde Video geschnitten, möglichst verlustfrei überspielt – das waren die großen Fragen.
Was folgte, war der ständige Umstieg auf jeweils andere bandgetragene Videosysteme (Beta, VHS, S-VHS, Hi8). Der nächste große Schritt kam mit der Digitalisierung (DV) – damit war von der Bildqualität her endlich eine Annäherung an den chemischen Film gegeben, aber man brauchte reichlich Kenntnisse über Computer und deren Software zum Bearbeiten.
Filme aus Pixeln lagen nun auf Festplatten, die von der Datenmenge immer weiter aufgeblasen werden mussten. DVDs als Datenträger traten ihren Siegeszug an, versprachen aber keine allzugroße Langzeithaltbarkeit.
Inzwischen haben 16:9 Bildformat, der Verzicht auf empfindliche Bänder als Datenträger und eine Bildauflösung bis 4k die Datenmengen erheblich erhöht, die haltbaren  Blu-Rays können bald die Daten nicht mehr fassen und es ist kein Ende in Sicht. Auch der Heimcomputer im üblichen Sinne hat ausgespielt. Dafür gibt es aber eine Bildqualität wie im Kino.
Waren zu Beginn der Videorevolution noch viele Technikschulungen gefragt, haben sich unsere Autoren an den schnellen Wechsel angepasst. Vor allem in den Clubs werden technische Probleme begeistert diskutuiert und gelöst. Es soll ja Leute geben, die aus einer Bedienungsanleitung mehr herauslesen können als andere…

Leider sind durch den jahrelangen Fokus auf die Technik die dramaturgischen Fragen ins Hintertreffen geraten. Die Technik ist sicherlich die Voraussetzung, einen Film zu schneiden, zu speichern und überhaupt ansehlich vorführen zu können.
Eine wichtigere Serie von Fragen beim Filmen ist jedoch, auf welche Art ein Film bei welcher Zielgruppe von Zuschauern diese emotional und intellektuell erreicht, wie der Ablauf der Handlung, die bildhafte Erzählung einer Geschichte zu steuern ist, um die Gruppe am meisten fesseln, bis zum Schluss nicht mehr loslassen und über das Ende der Vorführung hinaus beeindrucken zu können?
Wollen unsere Autoren dies erreichen, werden sie sich schon bei der Idee zu ihrem Thema mehr mit den dramaturgischen Elementen eines Films auseinandersetzen müssen, damit sie Technik, Schnitt, Bildgestaltung, Kommentar, Musik, Erzähltempo und viel mehr als handwerkliche Mittel in den Dienst der kunstgerecht aufgebauten Spannung des Handlungsbogens stellen können. Selbstverständlich ist dies auch bei Amateuren möglich. Viele erfolgreiche Filme der letzten Jahre zeigen, worin die Essenz des Filmegestaltens liegt.

Dies ist für uns Grund genug, auf diesem Gebiet wieder Schulungen und Workshops anzubieten. Die Rückmeldungen von schon stattgefundenen Kursen sind überaus ermutigend.

Nicht nur unsere Autoren wollen bessere Filme machen, sie wünschen sich auch, dass Juroren ihre Filme verlässlich besprechen, bevor ihre Werke der filmischen Qualität nach eingeordnet werden. Also müssen auch unsere erfahrenen Juroren verstärkt ihre hilfreich-kritischen Augen und Ohren auf die dramaturgisch gut erzählten Geschichten und deren erfolgreiche Wirksamkeit  richten. Somit bieten wir gemeinsame Kurse für Autoren und Juroren an, oft sind es eh dieselben Personen, die bei Filmfestspielen jeweils in unterschiedliche Rollen schlüpfen. So sind wir in der Lage, uns gegenseitig zu ansehlichen, interessanteren, besseren Filmen zu verhelfen, die dann auch besser bewertet werden.
(boe)


Dem Vorsitzenden des BDFA-Nord liegt Seminararbeit besonders am Herzen. Bitte melden Sie sich bei Ihm, wenn Sie Fragen haben.

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